Jobwechsel – Haben Sie die richtige Motivation?

Jobwechsel Motivation - Es ist wichtig, die richtigen Gründe zu nennen

In der Karriereberatung haben wir vielleicht den besten Job der Welt. Warum? Weil wir es tagtäglich mit spannenden Menschen und ihren Geschichten zu tun bekommen. Es sind zum Teil echte Erfolgsgeschichten. Zum Teil sind sie tragisch. Manche sogar dramatisch. Andere machen einfach nur traurig. Bei vielen ist der berufliche Wechsel längst überfällig und dringend notwendig, um wieder zufrieden zur Arbeit zu gehen.

Wenn wir diese Geschichten hören und unseren Klienten unsere Unterstützung auf dem Weg zur beruflichen Veränderung anbieten, gilt es für uns, dabei immer genau zuzuhören. Auf die Zwischentöne zu achten. Alles vereint sie – der Wunsch nach einem neuen Job, einer neuen Herausforderung.

Doch wenn man zwischen den Zeilen hört und liest, findet man noch etwas Anderes hinaus. Nämlich die Motivation für den anstehenden Jobwechsel.

Gründe für den Jobwechsel – „Weg von“ oder „hin zu“?

Ein geschultes Ohr und ein erfahrenes Auge finden sehr schnell heraus, ob der Grund für den Wechsel ein „Weg von“ oder ein „Hin zu“ ist.

Möglicherweise stellen Sie sich jetzt die Frage, warum das wichtig ist. Das möchte ich Ihnen gerne beantworten. Stellen wir uns folgende Situation vor: Sie sind ohnehin schon nicht ganz zufrieden bei der Arbeit. Irgendwas schwelt in Ihnen. Raus kommt es noch nicht. Und doch ist es da.

Das ist übrigens ein Gefühl, das nicht nur Sie mit sich tragen. Wie eine Studie der MondayMakers kürzlich herausgearbeitet hat, geht es vielen anderen Arbeitnehmern genauso.

Aber zurück zu unserer Situation. Jetzt kommt Ihr Chef heute ins Büro und kritisiert Sie vor der versammelten Mannschaft. Wie ist Ihre Reaktion? Abends fahren Sie frustriert nach Hause, setzen sich auf Ihr Sofa und surfen auf einer der bekannten Jobbörsen. Ein Fluchtreflex. Nur noch hier weg. Wir nennen das die „Weg von“-Motivation.

Die Gründe für eine „Weg von“-Motivation sind mannigfaltig:

  • die Unternehmenskultur,
  • ein Strategiewechsel der Firmenleitung,
  • der Chef (gilt natürlich auch für die Chefin),
  • die Kollegen,
  • das niedrige Gehalt,
  • der lange Arbeitsweg,
  • die Aufgabe(n),
  • die ausbleibende Beförderung (und, und, und …)

Jobwechsel Bewerbung – Empfehlen Sie sich!

Ich darf Ihnen verraten, dass all diese Gründe wichtige Gründe sind, sich zu verändern. Ihren potenziellen neuen Arbeitgeber interessieren diese Gründe aber nicht. Dieser will wissen, warum gerade Sie die Probleme in seiner Firma lösen. Was Sie mitbringen, was Sie für die Aufgabe motiviert und qualifiziert. Warum er zukünftig nicht mehr ohne Sie auskommen kann und möchte.

Machen Sie sich klar: Jede Stellenbeschreibung bedeutet, dass ein Unternehmen ein Problem hat, welches es nicht mit eigenen Kräften lösen kann.

Gründe für den Jobwechsel, welche Sie in der Bewerbung verwenden können:

  • fachliche Weiterentwicklung durch Mitarbeit beim neuen Unternehmen
  • hierarchische Weiterentwicklung durch Mitarbeit beim neuen Unternehmen
  • Sie können Ihre Talente und Fähigkeiten in der neuen Rolle endlich vollständig entfalten
  • Sie reizt das Unternehmen in Bezug auf das Produkt, die Marke, die Vision/Mission

Jobwechsel - Das korrekte Matching ist enorm wichtig

Finden Sie heraus, was Ihre persönliche „Hin zu“-Wechselmotivation ist. Zeigen Sie unbedingt auf, warum man Sie zukünftig auf jeden Fall im Team haben sollte.

Kommunizieren Sie diese Motivation in Ihren Bewerbungsunterlagen. Im Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, persönlichen Kontakt sowie im Vorstellungsgespräch.

Vergessen Sie, warum Sie Ihren alten Arbeitgeber verlassen haben oder verlassen wollen. Richten Sie Ihren Blick nach vorne und konzentrieren Sie sich darauf, Ihren Mehrwert und Ihre Problemlösungskompetenz für die anstehenden Herausforderungen beim zukünftigen Arbeitgeber zu unterstreichen.

Über den Autor

Patrick Baur ist seit 13 Jahren bei von Rundstedt beschäftigt, dem deutschen Marktführer für Outplacement. Der studierte Betriebswirt ist Business Development Manager und Co-Creator der Initiative „MondayMakers“. Im Karriere-Blog „Karrieregestalter“ veröffentlicht er regelmäßig Artikel zu den Themen Unternehmensentwicklung, Führung, Karriere und Selbstmanagement.

Sein Karrieretipp: Man muss nicht immer der Beste sein – fleißig sein, schadet aber definitiv nicht.

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